Ah, Rom! Wunderschönes, uraltes, herrliches Rom! Hier sitzen wir, in unserem Hotelzimmer und gerade kam, nach der ersten Nacht in der neuen Umgebung, unser Frühstück herein. Die nette, junge Dame schaute uns etwas verdattert an, als wir meinten, es wäre uns sehr recht, wenn sie den Rest des Frühstücks später brächte. Doch schnell waren wir es, die verdattert schauten, denn einen Rest sollte es nicht geben. Ein Kaffee, ein Croissant, das ist alles, was man hier zum Frühstück auftischt.
Und so sitzen wir auf dem Bett, sehen uns die herrliche Aussicht an, lauschen dem lebendigen, geräuschvollen Verkehr vor dem Fenster und gedenken der gestrigen Anreise. Unser Flug hatte sich stark verzögert, weil es in Tegel eine Bombendrohung gegeben hatte. Wir wurden allesamt quer durch alle Terminals zu drei verschiedenen Gates geleitet, wie eine Schafherde hin zur Schlachtbank. Schließlich sollten wir unseren Flieger doch noch bekommen und alles wurde gut.
Der Flug dauerte läppische 1 Stunde und 40 Minuten und verlief so sanft wie das Schaukeln in einem Kinderwagen. Die Anbindung des Flughafens an die römische Innenstadt ist hervorragend: Ein Zug, der Leonardo-Express, fährt ohne Halt direkt durch bis zur Stazione Termini. Der Preis von knapp 8 EUR ist zwar nicht gerade billig, aber immer noch günstiger als die Option, sich zu zweit ein Taxi zu nehmen.
Unser Hotel, in direkter Nähe des Bahnhofes und inmitten wirklich malerischer, romantischer Straßen gelegen, war schnell gefunden, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick für ein Hotel gehalten hätte. Im Inneren erwartete uns zunächst der älteste, hydraulisch betriebene Aufzug, den ich je in meinem Leben zu Gesicht bekommen habe - ein geradezu erstaunliches, herrlich anzusehendes technisches Kunstwerk!
Das Hotel selbst befindet sich im dritten Stock eines Gebäudes, welches vormals als Wohnhaus gedient hatte - nicht unüblich in Rom, wie mir Alex erläutert. Die Einrichtung ist wunderbar rustikal, mit schönen Stuck- und Decken-verzierungen. Dennoch kann dieser Umstand nur schwerlich darüber hinweg täuschen, dass unser Zimmer gerade einmal 2 x 3 Meter misst und das unbestimmte Gefühl hinterlässt, man hätte uns - absichtlich oder nicht - in der Abstellkammer untergebracht.

Nach einem anstrengenden Tag der Anreise ging das Einschlafen schnell, begleitet von den Leiden des Jesus Christus im Fernsehen - auf Französisch. Am ersten Tag, gleich nach dem "Frühstück", machen wir uns auf zum Collosseum. Das eingangs erwähnte, recht spartanische Frühstück ist übrigens keine Sparmassnahme der Hotels, sondern lokale Üblichkeit.
Die Italiener essen morgens immer leicht - meist nur einen Espresso und ein paar Kekse. Meint zumindest unser Marco Polo Reiseführer. Inwieweit dieser mit dem lokalen Hotelverband unter einer Decke steckt, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.
Dennoch wohl gestärkt verließen wir das Hotel und machten uns auf zum Collosseum...

Das Collosseum ist eine Ruine! Gut, das weiß jeder, aber was für ein Bild der Verwüstung es abgibt, erkennt man erst, wenn man darin steht. Die einstigen Spektakel sind nur noch mit viel Phantasie nachvollziehbar, wenn der Boden, auf dem so viele heldenhafte Gladiatoren ihr Leben gelassen haben, um das Volk zu erfreuen, einfach nicht mehr vorhanden ist. Auch die Ränge sind fort, die Balkone, alles bis auf die ringförmige Mauer, und die fehlt zur Hälfte. Das Collosseum ist zweifelsohne ein großartiges Zeugnis römischer Geschichte, aber in diesem Zustand gibt sie ein trauriges Bild ab. Ich schätze, ein wieder hergerichtetes Abbild des Originals wäre ungleich beeindruckender!
Dennoch haben wir die 8 EUR Eintritt (pro Person) nicht gescheut und uns ins Innere begeben. Hier sahen wir uns sogleich den blutrünstigen Bestien gegenüber, die mit schnellem Blick und wachem Verstand sofort jedes potentielle Opfer erspähten und es gnadenlos überfielen! Wir wollten aber keine Führung und befreiten uns aus dem Klammergriff der lokalen Fachkräfte, um uns auf eigene Faust ein Bild zu machen. Wozu das Collosseum einmal gut gewesen ist, weiß schließlich jeder.
Das Collosseum ist umgeben von einigen flachen Hügeln, von denen alte römische Gebäude ins Land schauen. Die Szenerie wirkt so authentisch, dass man beinahe sehen kann, wie weiß gewandete, bärtige Römer über die Wiesen wandeln. Das Zentrum Roms zeigt die Spuren seiner langen Geschichte auf Schritt und Tritt. Zerbrochene Säulen, antike Bögen, Statuen, Giebel, Wegplatten - unvorstellbar, dass hier Tausende Jahre menschlicher Geschichte auf so engem Raum vereint sind. Schade, dass Steine nicht sprechen können - diese hier hätten einiges zu erzählen!
Vom Collosseum weg führt die Via dei Fori Imperiali, vorbei an den Überresten des Forum Romanum. Hier findet sich eine der herrlichsten Ansammlungen von Ruinen in der Stadt. Trotzdem sie nur noch rudimentär vorhanden sind, vermitteln sie ein ungemein lebendiges Bild vom Leben im antiken Rom. Auf dieser breiten Strasse sind also die glänzend behelmten, siegreichen Kämpfer auf ihren Streitwagen vorbei gezogen. Vor dem Hintergrund sieht man sie beinahe vor dem inneren Auge, wie sie sich, den Arm siegreich erhoben, gegen die Scharen von Strassenhändlern behaupten, die Kunstdrucke der Ruinen und nervige Seifenblasen-Pistolen anbieten.
Die Via dei Fori Imperiali führt hin zum gigantischen weißen Bau der Mon. A Vittorio Emanuelle II und zum berühmten Piazza Venezia, der nach einem solchen Spaziergang zur Rast und zur Erholung einlädt.
Für unseren dritten Tag war der Besuch eines viel gerühmten Friedhofes geplant, der allerdings etwas verschoben werden musste, da wir die Haltestelle der Strassenbahn nicht finden konnten, die im Plan zwar eingetragen war, von der Rom aber nichts wissen wollte. So änderten wir spontan unser Vorhaben und besuchten stattdessen einen anderen, nicht weniger hoch gelobten Friedhof, den der Marco Polo-Führer als sehr romantisch auswies: Cimitero Protestante. Dieser ist schon von weither gut erkennbar an der Cestius-Pyramide und eine gleichnamige Metro-Station (Piramide) befindet sich direkt vor der Mauer, die das Ganze umgibt. Hat man den Eingang erstmal gefunden, bietet der Friedhof einen wunderbaren Anblick, den man sich, so man eine romantische Ader sein Eigen nennt, nicht entgehen lassen sollte. Neben einem der Humboldt-Brüder beherbergt der Friedhof die sterblichen Überreste von John Keats, dem englischen Dichter, Percy Shelley, Goethes Sohn August und anderer bekannter mehr oder weniger
Namen. Viele der wunderschön gestalteten und sehr gepflegten Gräber stammen aus dem 17. Und 18. Jahrhundert, viele von Engländern, Amerikanern und Deutschen, die es vor zweihundert Jahren nach Rom verschlagen haben musste. Der Cimero Protestante ist zwar von seiner Ausdehnung nicht sonderlich groß, aber so schön und dicht gestaltet, dass sich das Auge kaum satt sehen kann. Hier kann man gut 1 bis 2 Stunden verbringen und zwischen den steinernen Zeugen der Vergänglichkeit wandeln...

Da wir den Nachmittag noch frei hatten, besuchten wir die berühmten Katakomben - noch mehr Tote! Diese hatten allerdings schon eine etwas längere Zeit auf dem Buckel, stammten sie doch aus der Frühzeit des Christentums.
Die Katakomben sind weitläufige, sich über Kilometer erstreckende Gänge unter der Erde, einige mit 3 oder 4 Untergeschossen, die von den frühen Christen als Grabstätten angelegt wurden. In der damaligen Zeit gab es keine Friedhöfe oder dergleichen, so dass sich ein jeder auf eigenem Grund und Boden oder aber bei Freunden, Angehörigen oder Bekannten begraben lassen musste - und zwar außerhalb der Stadtmauern Roms. Einige reiche, frühe Christen stellten deshalb ihren Grund für die Anlage von Gräbern zur Verfügung, die bald sehr große Zahlen erreichen sollten.

Die Katakombe Domitilla, die wir besuchten, beherrbergte einst 100.000 Gräber.Der Name "Katakombe" stammt übrigens vom griechischen "catacumba", was so viel bedeutet wie "in der Talsohle/Senke". Der Name wies zunächst auf die geografische Besonderheit einiger Katakomben hin, setzte sich aber bald als Bezeichnung für alle Katakomben durch.
Die römischen Katakomben sind exteritoriales Gebiet und gehören somit nicht zu Italien, sondern unterstehen dem Vatikan. Gepflegt und bewacht werden sie von verschiedenen Ordensgemeinschaften, die auch die Führungen leiten. Unser "Bruder" kam einst aus dem schönen Bayern hierher...
Die Katakomben bestehen aus langen Gängen, in welche links und rechts Nischen geschlagen wurden. Dort hinein deponierte man die Toten (deponere = vorübergehend ablegen, nämlich in Erwartung der Wiederauferstehung). Die Nischen wurden, je nach Geldbeutel, mit Ton- oder Marmorplatten verschlossen. Später wurden auch größere Nischen eingefügt, in denen Sargophage untergebracht wurden.
Viele dieser kostbaren Verschlüsse wurden später geplündert und, z.B., zum Bau von Strassen eingesetzt. Die Katakomben Roms sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Zwar sind nur einige der vielen Hundert Gänge begehbar (die übrigen sind nicht beleuchtet), aber sie bieten einen schönen Einblick in die frühe Zeit des christlichen Glaubens.
Auch am dritten Tag bot sich uns keine Gelegenheit zum Besuch der spanischen Treppe oder des berühmten Trevi-Brunnens, denn der Abend fiel sprichwörtlich ins Wasser. Also suchten wir uns einfach ein nettes Restaurant und ließen den Tag ruhig ausklingen.
An dieser Stelle muß ich noch einmal auf unser Hotel zu sprechen kommen. Nach dem ersten, etwas ungewohnten Eindruck, zeigte sich doch, dass die kleinen, zumeist privat geführten Unterkünfte einiges für sich haben. Die Atmosphäre ist sehr familiär und das Ambiente entspricht dem alten, gediegenen Eindruck, den die ganze Stadt vermittelt. Sie verstärken gewissermaßen das Gefühl, sich in einer ganz besonderen Stadt zu befinden und bieten einen besonderen, antiquierten Charme, den man in einem gewöhnlichen Hotel vergebens suchen würde.
Derjenige, der das erste Mal nach Rom kommt und sich in einer solchen Unterkunft wiederfindet, tut gut daran, den ersten Eindruck zu ignorieren und sich diesem besonderen Reiz hinzugeben.
Mit uns im Hotel wohnten noch zwei oder drei andere junge Paare, eines davon aus Deutschland. Dieses Pärchen machte sich bereits früh am Morgen laut hörbar am Internet- Computer zu schaffen, der sich in der Lobby, direkt vor unserer Zimmertür befand.
Das italienische Essen wird meiner Meinung nach etwas zu Unrecht so hoch gelobt - zumindest was die römischen Eigenarten betrifft. Neben den beiden Nationalgerichten, Pizza und Pasta, bietet der Speiseplan mit Seltsamkeiten wie Nudeln mit Bohnen, so einiges, das nicht so wirklich dem europäischen Gaumen entspricht. Dafür sind die Preise in den vielen kleinen Restaurants sehr günstig, so dass man ruhig jeden Tag auswärts essen kann, ohne sich in Unkosten zu stürzen. Dasselbe gilt auch für die Preise im öffentlichen Nahverkehr. Ein einfaches Ticket kostet 80 Cent, eine Wochenkarte bekommt man für 16 Euro. Damit sind alle Sehenswürdigkeiten schnell und bequem erreichbar.
Rom ist relativ klein und kompakt, man muß also keine langen Fahrten auf sich nehmen und kann sich im Prinzip nicht verlaufen. Auch die viel beschriebenen Taschendiebe scheinen ein
Ding der Vergangenheit zu sein. Rom ist, auch abends, sehr sicher, es
wimmelt von Touristen und man fühlt sich nie verloren.
Am dritten Tag unserer Rom-Reise besuchten wir den Vatikan mit dem Petersplatz und dem Petersdom. Der Platz ist von einer Säulenhalle umgeben, die allein schon sehr beeindruckend ist. Hat man dieses Rondell durchschritten, steht man direkt auf dem Petersplatz und kann den Dom in seiner ganzen Pracht bestaunen. Neben der "San Giovanni in Laterano" gehört der Petersdom sicher zu den gewaltigsten Kirchenbauten, die Rom zu bieten hat. Er ist ganz aus weißem Stein und besitzt geradezu gigantische Ausmaße. Vor ihm drängen sich die Besucherscharen, teils andächtig, teils in hektischem Teiben versunken, die in einem stetigen Strom durch das Gebäude gelotst werden. Dessen Inneres wird von einer majestätischen, geradezu heiligen Stille und Kraft beherrscht, die selbst auf diejenigen ausstrahlt, die mit dem katholischen Glauben nicht viel am Hut haben. Befindet man sich schon einmal in der Stadt, sollte man sich den Vatikan, den kleinsten Staat der Welt, nicht entgehen lassen.
Hier gibt es auch ein einziges Postamt, von dem aus man Karten an die Daheim gebliebenen senden kann. Da die italienische Post allerdings nicht die schnellste ist, sollte man bis zu deren Ankunft schon eimal drei bis vier Wochen in Kauf nehmen.
Nach unserem erbaulichen, aber auch sehr ermüdenden Besuch aßen wir eine Pizza in einem kleinen Restaurant. Hier machten wir die kurze, aber herzliche Bekanntschaft mit zwei netten Deutschen und zwei ebenso netten Amerikanern, die uns - und etliche weitere Besucher - zu den eher weltlichen Freuden von Snickers und Mars verführen wollten.

Das Wetter war uns auf unserer Reise zumeist positiv gesinnt, brach jedoch dann und wann in einen kleinen, spontanen Regenschauer aus. So auch an diesem Tag. Ebenso schnell wie das Wetter wechselte auch das Angebot der vielen mobilen Inder oder Pakistanis, von denen es an jeder Sehenswürdigkeit wahre Nester geben musste. Boten sie eben noch bunte Seifenblasen-Pistolen an, wechselte ihr Sortiment urplötzlich zu Schirmen jeder Art und Farbe, die sie mit Feuereifer an den Mann zu bringen gedachten. Ich amüsierte mich mit der Vorstellung, wie sie bei jedem Wetter-Umschwung nach Hause hetzten - oder wo auch immer sie ihr Warenlager aufgeschlagen hatten - und die Seifenblasen-Pistolen gegen Schirme eintauschten, dann die Schirme gegen Uhren, diese dann gegen Taschen und was auch immer ihr Sortiment noch hergeben möge.
Nach einem kurzen Regenschauer, den wir relativ gemütlich bei einer Tasse Espresso verbrachten, machten wir uns auf den Rückweg. Für den Abend hatten wir einen Besuch der spanischen Treppe und des Fontano di Trevi geplant.
Die spanische Treppe ist sicher eines der hippsten Ausflugsziele in Rom - insbesondere bei Nacht und im Speziellen für die römische Jugend, die in hellen Scharen und postpubertärer Coolness über den Platz scharwänzelt. Alles jedoch freundlich, lachend und in keiner Weise ueroig, wie man es in Deutschland erwarten würde. Die spanische Treppe ist abend sehr schön erleuchtet und immer für ein Foto gut. In den umliegenden Gassen ist alles vesammelt, was in der Modebranche Rang und Namen hat. Wenn auch die Preise Zur eher gehobener Kategorie gehören, bieten die Straßen und Auslagen doch einen schönen Anblick.
Von der spanischen Treppe bis zum Trevi-Brunnen ist es nur ein Katzensprung. Der Brunnen verdankt seinen Namen dem Umstand, dass sich an dieser Stelle drei Straßen kreuzen - tres vies. Heute sind es allerdings sechs. Es gibt den Glauben, dass, wer immer ein Geldstück in den Trevi-Brunnen wirft, wieder nach Rom zurückkehren wird. Vor lauter Fotografieren haben wir das an diesem Abend allerdings komplett vergessen. Das machte allerdings fast gar nichts, denn nur zwei Tage später sollten wir uns, auf der Suche nach einem Restaurant, wieder hier befinden. Der Trevi-Brunnen ist vor allem nacht absolut sehenswert. Dann wird er nämlich schön beleuchtet und ist um einiges imposanter als am Tage. Außerdem besteht die Chance, den Brunnen ohne all zu viele Touristen rundherum zu sehen zu kriegen.
Rom merkt man, im Gegensatz zu vielen andere europäischen Metropolen an, dass es sich im Laufe der Jahrhunderte nur wenig verändert und auch in den bewegteren Zeiten des vergangenen Jahrhunderts wenig Schaden genommen hat. Während Berlin und Leipzig während des Krieges nahezu komplett weggebombt und die historischen Stadtkerne von London und Paris in großen Teilen den Anforderungen des modernen Lebens weichen mussten, scheint Rom diese Zeiten nahezu unversehrt überstanden zu haben. Hier gibt es kaum breite Strassen, die auf einen großartigen Autoverkehr ausgelegt sind. Ganz zu schweigen von mehrspurigen Alleen oder dergleichen. Ganz offensichtlich hat man auch in der vor-motorisierten Zeit keinen gesteigerten Bedarf an Prachtstrassen für Aufmärsche und Paraden gegeben.
Abgesehen von den wenigen Strassen, die durch die Innenstadt führen, gibt es nur Gassen, durch die sich ein ungeübter Fahrer nur mit Mühe und einer guten Portion materialverachtender Kaltblütigkeit bewegen kann, die aber für den befussten Besucher eine wahre Freude sind. Jeder neue Abzweig überrascht mit immer schöneren Läden, Cafes, Bars oder historischen Sehenswürdigkeiten. Rom lässt sich ohne Zweifel am Besten zu Fuß genießen - und das idealerweise in der Zeit zwischen April und Mai, wenn es noch nicht zu heiß ist. Rom hat, trotz der relativen Nähe zu Deutschland, ein sehr mediterranes Klima. Im Sommer wird es sehr heiß! Das allerdings kommt der Vegetation zu Gute: Die meisten Bäume, die der Besucher in Rom zu sehen bekommt, sind Palmen.
Den vierten und letzten Tag unseres Aufenthaltes in Rom widmeten wir einer kleinen allgemeinen Wanderung durch Rom, bei der wir unter anderem das Pantheon besuchten. Diesem näherten wir uns fast zufällig, durch eine hinter dem Gebäude liegenden Gasse. Deshalb war unser erster Eindruck wahrscheinlich nicht der optimale. Mir fiel zuerst ein großes, rundes Gebäude aus, etwas wie ein zu klein geratener Wasserturm und ich bemerkte noch, dass es schade sei, dass an den Wänden schon ein Großteil der Verzierungen fehlte. Erst als wir uns allmählich der Vorderseite des Pantheons näherten, wußten wir, was wir vor uns hatten.
Das Pantheon ist innen weitaus imposanter als außen - den größten Reiz werden ihm aber sicherlich geschichtlich Interessierte abgewinnen. Dem normalen Touristen hat das Gebäude wenig zu bieten.
ENDE
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